Das Mehrgenerationenprojekt in Schwyz wird mit dem Einzug der Privatschule komplettiert.


Schulleiter Silas Inderbitzin zeigt den schönen Raum des Herrenhauses Acherhof, in dem ab Sommer die Cafeteria der Tagesschule Schwyz sein wird. Im Parterre des Gebäudes vis a vis (Bild rechts) sind Kindergarten und Primarschule vorgesehen. In der Mitte entsteht dadurch ein «perfekter Pausenplatz», wie es Inderbitzin formuliert.Bilder: Christoph Clavadetscher



Nach dem Alterszentrum, Wohnen 60+ und den Familienwohnungen ergänzt nun auch noch eine Schule «das neue Dorfquartier für alle Generationen», wie die Stiftung Acherhof ihr Mehrgenerationenprojekt selbst beschreibt. So werden nach den Sommerferien neu im Herrenhaus Acherhof Oberstufenschüler die Schulbank drücken.


In dem 430 Jahre alten Haus sind zudem auch die Cafeteria, das Lehrerzimmer und das Büro der Schulleitung vorgesehen. Im Parterre des U-förmigen Gebäudes vis a vis (ehemals FFS) kehrt mit Kindergarten und Primarschule ebenso viel Leben ein.


Die Stiftung Acherhof vermietet die Räumlichkeiten an die Tagesschule Schwyz. «Für uns ist es ein Glücksfall, die optimale Lösung», sagt Schulleiter Silas Inderbitzin gegenüber dem «Boten der Urschweiz». Lange sei man auf der Suche nach einem geeigneteren Objekt als das jetzige Gebäude gewesen, nun sei man fündig geworden.


Die Tagesschule Schwyz ist derzeit noch in Rickenbach an der Bergstrasse im Schulhaus Höfli der Gemeinde Schwyz einquartiert. «Die Bedingungen sind schon länger nicht mehr ideal. Das Haus in Rickenbach ist sanierungsbedürftig, liegt dezentral und nahe an der Strasse», erklärt Inderbitzin. Zudem herrsche wegen der Entsorgungsstelle vor der Schule doch viel Verkehr.


Ganz anders die Situation im Acherhof: Die Tagesschule wird neu mitten in Schwyz, aber völlig ungestört vom Verkehr liegen. Die Anordnung der Gebäude und Mauern lässt zudem einen Innenhof entstehen, der «ein perfekter Pausenplatz und Treffpunkt ist».


Gemeinsame Beschäftigungen von Kindern und Senioren denkbar


Mit dem Einzug der Schule in den Acherhof wird dort sozusagen das fehlende Puzzlestück für das gross angelegte Mehrgenerationenprojekt gelegt. «Wir sind die ideale Ergänzung für dieses innovative Vorhaben, das in der Region einzigartig ist», führt Inderbitzin aus. Er sei sich sicher, dass die Seniorinnen und Senioren Freude daran haben werden, dass in Zukunft Schulkinder den Acherhof zusätzlich beleben werden.

«Und mit den aktuell 50 Kindern, hält sich der Lärm auch in Grenzen», so Inderbitzin. In einem zweiten Schritt wolle man zudem zusammen mit der Stiftung Acherhof prüfen, ob auch gemeinsame Projekte von Kindern und Senioren möglich seien. «Etwa die Gartenpflege oder Spaziergänge», nennt der Schulleiter Beispiele.

Ähnliche Projekte an anderen Orten hätten gezeigt, dass insbesondere zwischen jüngeren Kindern und älteren Senioren gute Beziehungen entstehen können, wovon beide Seiten profitieren würden. «Oft blühen Betagte dadurch regelrecht auf. Und Kinder können viel von der Lebenserfahrung der älteren Generation lernen», sagt Inderbitzin.

Ehe es aber so weit ist, steht noch viel Arbeit an. «Das wird zeitlich knapp. Während der Sommerferien müssen wir alles zügeln, sodass wir rechtzeitig starten können», sagt Inderbitzin. Deshalb sei man froh, dass man bereits jetzt schon einige Arbeiten am neuen Ort ausführen und die ersten Zügelkisten deponieren könne. «Wir freuen uns alle riesig auf unsere neue Schule», strahlt Inderbitzin.

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